Glossar

[Anschubfinanzierung]

Anschubfinanzierung bedeutet Geld für den Start in neues Vorhaben. Sie zeichnet sich häufig durch die Vergabe öffentlicher Gelder aus und wird am Beginn eines Projektes vereinbart. Dabei gehen die Geldgeber durchaus von einer längeren Durststrecke aus, in der zunächst kein messbarer Erfolg zu Buche stehen wird. Für die Gewährung der Anschubfinanzierung müssen aber konkrete Ziel- und Rahmenbedingungen ausgehandelt werden. Bei einer Anschubfinanzierung vertraut die öffentliche Hand den Initiatoren eines Projektes und verzichtet jedenfalls zu Beginn des Projektes oft weitestgehend auf Sicherheiten wie Eigenkapital oder Immobilien. Das Projekt an sich ist die Sicherheit und der Geldgeber erwartet für die Zukunft einen deutlichen Erfolg.

Eine andere Möglichkeit für die Initiatoren, an Geld für den Start eines Projekts zu kommen, ist das Gewinnen von Sponsoren. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um eine Anschubfinanzierung im Sinne eines Kredits, der z.B. nach einer tilgungsfreien Anlaufzeit zurückgezahlt werden muss. Vielmehr zählen Sponsoren auf den Werbeeffekt ihrer Maßnahme, nämlich dass sie ein vielleicht auch wirklich gemeinnütziges Projekt mit Geld gefördert bzw. überhaupt erst an den Start zu bringen mitgeholfen haben.