Glossar

[Initiative ergreifen]

Mit dem Landesprogramm „Initiative ergreifen. Bürger machen Stadt“ unterstützt das nordrhein-westfälische Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr (MBWSV) seit vielen Jahren bürgerschaftlich getragene Projekte in der Stadterneuerung. Das Programm richtet sich an zivilgesellschaftliche Gruppen und lokale Partnerschaften, die mit ihren Projekten Verantwortung übernehmen für die Weiterentwicklung des örtlichen Gemeinwesens. Bislang wurden landesweit mehr als 70 Projekte gefördert und realisiert. Dabei sind zahlreiche Gemeinschaftshäuser, Bürger- oder Stadtteilzentren und soziokulturelle Begegnungsstätten entstanden, häufig verbunden mit dem Erhalt historischer, ortsbildprägender Gebäude und Anlagen. Für eine Förderung müssen verschiedene Kriterien erfüllt werden. Das jeweilige Projekt muss beispielsweise eingebettet sein in den Kontext einer Stadterneuerungsmaßnahme und der Anstoß für das Vorhaben muss aus der lokalen Bürgerschaft selbst kommen. Dem Projekt muss zudem ein öffentliches oder gemeinnütziges Anliegen zu Grunde liegen. Wichtig sind belastbare wirtschaftliche Konzepte für den mittel- bis langfristigen Betrieb und der Aufbau tragfähiger organisatorischer Strukturen. Alle Projekte durchlaufen daher ein intensives Qualifizierungs- und Beratungsverfahren bis zur Förderung bzw. zur Realisierung. Die Förderanträge werden über die Kommunen bei den jeweiligen Bezirksregierungen gestellt. Die Fördermittel können sowohl für eine Investitionsförderung als auch eine zeitlich begrenzte Anschubförderung des Projekts verwendet werden. Sie werden als Zuschuss und nicht als Darlehen gewährt. Der Fördersatz liegt je nach örtlichen Bedingungen bei 70 bis 80 %, von den Kommunen wird ein Eigenanteil von 10 % erwartet. Der verbleibende Eigenanteil der zivilgesellschaftlichen Projektträger kann über Barmittel, Spenden oder Eigenleistungen bzw. Selbsthilfe aufgebracht werden. www.initiative-ergreifen.de