Glossar

[Inklusive Stadtentwicklung]

Von einem inklusiven Stadtteil sprechen wir, wenn alle Menschen im Quartier selbstverständlich dazu gehören und niemand ausgeschlossen wird. Die Bedingungen im Stadtteil sind so gestaltet, dass jeder Mensch am Leben teilnehmen kann, unabhängig von seinen individuellen Fähigkeiten, seiner körperlichen Verfassung, seiner sozialen oder kulturellen Herkunft, von Geschlecht, sexueller Orientierung oder Alter.

Jeder und jede kann alle öffentlichen Angebote uneingeschränkt nutzen, ggfs. mit entsprechender Unterstützung: Schallschutz, wenn Menschen besonders laut sind und andere davor geschützt werden müssen; Vermittlerinnen, wenn Menschen sich nicht verstehen; Ebenerdigkeit oder Fahrstühle, wo Menschen keine Treppen steigen; leichte Sprache und leichte Schrift, wenn Menschen dies zur Orientierung brauchen; Berücksichtigung verschiedener kultureller Herkunft, Information in mehreren Sprachen. Die Regeln des Zusammenlebens sind miteinander so aufgestellt, dass jede und jeder sie erfüllen kann, ggf. mit Hilfe. Zu einem inklusiven Quartier gehören neben einer barrierearmen Stadt- und Gebäudeplanung ein ausgewogenes Kommunikations-, Beteiligungs- und Kräfteverhältnis zwischen persönlichen, zivilgesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Interessen der verschiedenen Akteure.