Glossar

[Wohnungsgenossenschaft]

Wohnungs(bau)genossenschaften haben das Ziel, ihre Mitglieder mit preisgünstigem Wohnraum zu versorgen. Dabei geht es um eine individuelle Förderung der Mitglieder und nicht – wie bei kommunalen Wohnungsgesellschaften – um eine Versorgung breiter Schichten der Bevölkerung mit Wohnungen.

Die Haupttätigkeit ist also die Bereitstellung von günstigen Wohnungen an denen die Nutzer Anteile zeichnen und ein Nutzungsentgelt zahlen. Manche erstellen sogar Wohnungen und Eigenheime, die an die Genossenschaftsmitglieder verkauft werden.

Heute existieren ungefähr  1. 800 Wohnungsgenossenschaften mit rund 3 Mio. Mitgliedern und einen Wohnungsbestand von etwa 2,2 Mio. Wohnungen. Dies entspricht einem Marktanteil von ungefähr 10 % des deutschen Mietwohnungsmarktes. Vielfach nennen sich die Woh­nungsgenossenschaften auch Bauvereine, Bau- und Sparvereine, Baugenossenschaften oder Siedlungs­genossenschaften.